Antiviral

Einer der meistbenutzten Wirkstoffe gegen Virusinfektionen ist Aciclovir. Durch die selektive und gute Wirksamkeit von Aciclovir kommt es bei der Anwendung von diesem Wirkstoff selten ZU Nebenwirkungen.

Wirkung

Der Hauptbestandteil von Viren ist lediglich eine Hülle welche im Inneren ein langes Erbgut besitzt. Viren können sich daher nicht selbstständig fortpflanzen. Um eine erfolgreiche Vermehrung zu ermöglichen werden so genannte Wirtszellen benötigt. Diese Wirtszellen werden von den ursprünglichen Viren infiziert und können sich in kürzester Zeit vermehren. Herpesviren bringen zusätzlich ein weiters Enzym mit sich, welches eine besonders rasche Vermehrung im Organismus bewirkt.

Aciclovir dringt direkt in die bereits infizierten Zellen ein, werden im weiteren Schritt vom Enzym aktiviert und im letzten Schritt direkt in das Erbgut der Viren eingebaut. Aufgrund des chemischen Aufbaus kann ein weiterer Baustein nicht mehr an das Virus Erbgut angefügt werden und somit kommt es hier zu einem Abbruch der Kette. Das nicht vollständig produzierte Erbgut kann nicht mehr in der Hülle eingeschlossen werden und somit können auch keine weiteren Viren mehr entstehen.

Ausscheidung

Sobald die Einnahme Aciclovir erfolgt ist, wird der Wirkstoff in der Regel nahezu vollständig über die Nieren abgebaut. Nur ein kleiner Teil wird vorab in ein wasserlösliches Produkt umgewandelt. Nach einer Dauer von ungefähr drei bis 5 Stunden ist der Wirkstoff wieder ausgeschieden.

Drogenkonsum Bereiche

Aciclovir wird hauptsächlich gegen Herpesviren eingesetzt. Dazu zählen unter anderem:

  • Gürtelrose (Herpes Zoster)
  • Windpocken (Varizella-Infektion)
  • Entzündungen des Gehirns (Herpes Enzephalitis)
  • Lippenherpes (Herpes labialis)

Zusätzlich wird Aciclovir auch bei Personen, welche ein geschwächtes Immunsystem haben, angewendet, um den Ausbruch von einer Herpesinfektion verhindern zu können. Dies wird vor allem in der Krebstherapie oder auch bei einer Organtransplantation durchgeführt.

Die Dauer der Anwendung liegt im Regelfall bei wenigen Tagen. Wird die Anwendung von Aciclovir jedoch angewendet, um eine wiederkehrende Herpesinfektion zu vermeiden kann sich die Anwendungsdauer auf bis zu 12 Monaten ausdehnen.

Anwendung

Im Bereich der Selbstmedikation wird Aciclovir nur in Form von einer Creme bei einem bestehenden Lippenherpes verwendet. Sobald die ersten Anzeichen eins Lippenherpes bestehen sollte die Creme bis zu fünfmal täglich angewendet. Es ist besonders darauf zu achten, dass vor und nach dem Auftragen die Hände gründlich gewaschen werden um eine mögliche Ausbreitung der bereits bestehenden Infektion vermeiden zu können. Alternativ dazu kann die Creme auch mit einem Wattestäbchen appliziert werden. Die Dauer Behandlung hängt vom Heilungsverlauf ab, sollte jedoch so lange erfolgen, bis sämtliche Bläschen vollständig verkrustet und abgeheilt sind. Die durchschnittliche Dauer in diesem Fall liegt bei rund vier Tagen. Sollte nach dieser Zeit die Infektion noch nicht vollständig abgeheilt sein, so kann die Therapie noch verlängert werden.

Neben der Creme Therapie gibt es auch eine verschreibungspflichtige Therapie, welche in Form von Tabletten vom behandelnden Arzt ausgestellt wird. Die Dosierung in diesem Fall wird vom Arzt bestimmt und kann zwischen 200 bis zu 800 Milligramm betragen.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Bereich der lokalen Therapie treten relativ selten auf. Wird Aciclovir als Tablettenform eingenommen, so kann Schwindel, Juckreiz, Erbrechen, Übelkeit oder auch Durchfall eine mögliche Nebenwirkung sein.

In sehr seltenen Fällen kann es durch Einnahme von Aciclovir auch zu allergischen Reaktionen und auch zu Atemnot kommen. Sobald dies der Fall sein sollte, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Was ist bei der Einnahme des Arzneimittels zu beachten?

Da der Wirkstoff hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird, muss bei Patienten, die ein bekanntes Nierenleiden haben, die verträgliche Dosierung vom Arzt vorgeschrieben werden. Bislang hat es bei schwangeren Patienten keine Nebenwirkungen bei der Einnahme von Aciclovir beobachtet, daher kann die lokale Therapie mit diesem Wirkstoff ohne Probleme erfolgen.

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